Vorgehensweise
Zunächst wird die Walze auf Typ und Zustand geprüft. Liegt ein Schaden vor, so kann versucht werden, diesen zu reparieren bevor der Transfer erfolgt.
Der elektrische Transfer erfolgt in der Regel nur einmal. Dieser Prozeß ist äußerst schonend für die Walze, da das Auflagegewicht bedeutend geringer als das einer alten Schalldose ist. Bei bestehenden Rillenschäden sind so auch mehrere Versuche des Auslesens völlig problemlos und können später digital nahtlos zum ursprünglichen Gesamtstück zusammengesetzt werden.

Für den Transfer kommt ein modernes Passive High-Rise-Abspielsystem zur Anwendung.

Bei größeren Archiven ist das gesamte Equipment mobil einsetzbar. Die Walzen werden ohne analoge Umwege direkt mit 24 Bit Auflösung digitalisiert. Dies gewährt einen großzügigen Spielraum für etwaige Nachbearbeitungen.
Nun werden die Aufnahmen digital nachbearbeitet und evtl. Störungen wie z.B. Sprünge, Knacken, etc. reduziert bzw. entfernt. Der Vorteil bei der digitalen Audio-Restaurierung ist die hohe Präzision der Bearbeitung.
Im Gegensatz zu vielen Consumer-Lösungen kommt hierfür professionelle Studio-Software zum Einsatz. Bei Anwendung der Filtersysteme ist artefaktfreie Nachbearbeitung, also ohne dem nachträglichen Hinzufügen digitaler Störgeräusche durch das starkes Filtern, die oberste Prämisse.
Obgleich die Audio-CD nachwievor das beliebteste Zielmedium für Digitalisierungen historischer Tonträger ist, wird im Mastering-Bereich selbstverständlich mit 24-Bit-Auflösung gearbeitet.

Derzeit können nahezu sämtliche 2- und 4-Minuten-Walzen, sowie auch Diktierwalzen und 3-Minuten-Walzen (20th Century) digitalisiert werden, einschließlich Pathé Intermédiaire, Concert-Walzen auf Anfrage.